Torrox Costa

Torrox ist eine Kleinstadt in der Provinz Málaga in Andalusien an der Costa del Sol (Südspanien). Sie gliedert sich in die Ortsteile Torrox Pueblo und Torrox Costa mit zusammen rund 16.400 Einwohnern. In den letzten Jahrzehnten haben sich vor allem viele Deutsche in Torrox Costa oder auch im unmittelbaren Umkreis niedergelassen. Somit gewann auch die deutsche Sprache stetig mehr Einzug in das Leben der Stadt. Nicht umsonst wird der Bereich der Küste auch als „Deutsches Dorf“ bezeichnet.

Torrox Costa

Torrox Costa liegt etwa 50 km östlich vom Flughafen Málaga entfernt und ist sowohl mit dem Linienbus als auch mit dem PKW problemlos erreichbar. Der Ortsteil ist, wie der Name schon sagt, direkt an der Küste gelegen und daher ein gern gesehenes Reiseziel für Urlauber, die Sommer, Sonne, Strand & Meer in einem noch relativ ruhigem Ort genießen wollen.

Strand & Promenade

Der Strand von Torrox Costa erstreckt sich über mehrere Kilometer. Im Vergleich zu anderen beliebten Reisezielen ist dieser zudem in der Regel nicht überfüllt. Zwar kann es insbesondere in den Sommermonaten, in denen auch die Spanier gerne in Torrox Urlaub machen, durchaus auch mal voller werden.

Man findet aber immer noch ausreichend Platz für seinen Sonnenschirm. Der Strand wird durch eine (vor kurzem komplett erneuerte) Promenade von den Wohnblöcken getrennt. Die Promenade hat im Verlauf der Jahre immer mehr Lokalitäten verzeichnen können. War es zu Beginn der 90er Jahre noch eher ruhig um den westlichen Teil von Torrox, sind nicht zuletzt aufgrund des Iberostar Hotels auch dort viele Restaurants und andere Einrichtungen hinzugekommen.

Entwicklung des Tourismus

Mit dem Hotel hat der Tourismus in Torrox Costa vorläufig seinen Höhepunkt erreicht. Wie so viele Dinge im Leben hat auch diese Entwicklung seine positiven und negativen Seiten. Auf der einen Seite hat sich der Ort von der Infrastruktur her deutlich verbessert. Supermärkte (unter anderem auch ein Aldi), Apotheken, Ärzte sind von jeder Lage aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Zudem ist der Ort heute insgesamt sehr gepflegt. Dies wird nicht zuletzt mit Blick auf die vielen Grünanlagen deutlich.

Iberostar Malaga in Torrox Costa

Nachteilig wirkt sich die Entwicklung mit Blick auf Restaurants aus. War es vor 20 Jahren noch üblich, dass viele Restaurants in Familienbesitz sind und die typisch andalusische bzw. spanische Küche geschätzt wurde, sind es heute vermehrt eher einfache, auf Touristen ausgelegte Restaurants, deren Vielfalt teilweise zu wünschen übrig lässt. Das soll nun nicht bedeuten, dass man in Torrox Costa nicht mehr gut essen kann. Es lohnt sich jedoch manchmal auch einen Blick in die zweite Reihe der Promenade zu werfen.
Positiv ist zudem hervorzuheben, dass die Preissteigerung sich trotz des Hotels noch in Grenzen hält. Zwar wurden natürlich auch in Torrox Costa die Preise angezogen, doch sind diese im Vergleich zu anderen Ortschaften immer noch recht human.

Erscheinungsbild

Das Stadtbild setzt sich aus Häusern und Wohnkomplexen verschiedener Baustile zusammen. Zum einen finden sich entlang des Küstenstreifens von Torrox Costa viele Hochhäuser (z.B. die sogenannten Hoffmann Bauten), die reihenweise in den 70er und 80er Jahren hochgezogen wurden und über deren Erscheinungsbild sich sicherlich streiten lässt. Etwa in der Mitte ist das „Pueblo Andaluz“ („Andalusische Dorf“) mit seinen kleinen, weißen Häusern inmitten gepflegter Grünanlagen zu finden. An kaum einem anderen Fleck entlang der Küste von Torrox Costa tritt das andalusische Flair optisch stärker in Erscheinung als dort.

Unmittelbar an das „Andalusische Dorf“ schließen sich die vergleichsweise moderneren Wohnblöcke „Costa del Oro“ an. Daneben steht das imposante und architektonisch sehenswerte Iberostar Hotel (ehemals RIU Ferrara) im maurischen Stil, welches im Jahre 2003 eröffnet wurde. Ganz im Westen kurz vor dem Ortsteil El Morche steht die Wohnanlage „Laguna Beach“, die sich sowohl aus Hochhäusern als auch aus kleineren Häuschen im Stil des andalusischen Dorfes zusammensetzt.

Egal für welche Unterkunft man sich entscheidet. Bei allen Unterkünften entlang der Küste braucht man nur wenige Minuten oder gar wenige Sekunden zu Fuß, um den Strand zu erreichen. Ein wahrer Luxus im Vergleich zu vielen Urlaubsreisen aus dem Katalog, bei denen man zum Teil mehr als zwanzig Minuten Fußweg in Kauf nehmen muss, eine oder mehrere dicht befahrene Hauptstraßen zu überqueren hat oder im schlimmsten Fall sogar mit überfüllten Shuttlebussen zum Strand gefahren werden muss.

Torrox Pueblo

Während sich der Streifen entlang der Küste in den letzten Jahrzehnten immer stärker zum klassischen Touristenort gewandelt hat, begegnet man in den Bergen – ca. 4 km von der Küste entfernt und in etwa 170 Meter Höhe – noch dem klassischen andalusischen Lebensstil.

Der Kern der Stadt Torrox (Torrox Pueblo) ist bei weitem noch nicht so sehr vom Tourismus überrollt. Hier wohnen nach wie vor noch mehr Einheimische. Ein Spaziergang durch das Bergdorf führt über steile Straßen und Treppenstufen. Die kleinen Häuser mit weißgestrichener Außenfassade inmitten vieler schmaler, verwinkelter und mit Blumen geschmückter Gassen unterstreichen das andalusische Flair.

Ein Zentrum stellt der Plaza de la Constitución dar. Um diesen Platz herum befinden sich einige Bars oder Cafés, in denen man entweder Tapas oder andere Köstlichkeiten genießen kann. Neben diesen Lokalitäten sind in Torrox Pueblo auch Ärzte sowie das Rathaus ansässig.

Einen Blickfang stellt auch die älteste Kirche (Church of la Encarnación) in Torrox Pueblo mit rot-weißer Fassade dar, deren Turm die anderen Häuschen überragt.

Sonstiges

Torrox hat Städtepartnerschaften mit der deutschen Stadt Kirkel sowie der französischen Stadt Mauléon.